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Vereinschronik

Chronik des SV Altstadt 1920 e.V.

Die Entstehung und Entwicklung unseres Vereins bis heute!

Der Ursprung unseres Vereins reicht bis ins  Jahr 1899 zurück, als am 9. April desselben Jahres in Altstadt der Club „VIKTORIA“ gegründet wurde. Laut der damaligen Satzung sollte dieser Club gesellige Veranstaltungen, Tanzbälle und Theatervorstellungen durchführen.

Die Vereinstätigkeit wurde durch den 1. Weltkrieg jäh unterbrochen. Erst am 1. April 1918 wurde die Tätigkeit des Vereins wieder aufgenommen. Aus der Niederschrift der am 1. April 1919 abgehaltenen Versammlung ist zu lesen: „Dem Club wird eine Fußballmannschaft angegliedert; jedes Mitglied hat freie Wahl, ob es mitspielen will oder nicht“.

Wie das Protokollbuch weiter aussagt, wurde am 4. Januar 1920 in der Gastwirtschaft Baus der Fußballverein offiziell mit Namen „Sportverein Altstadt e. V.“ aus der Taufe gehoben. Zum 1. Vorsitzenden wurde Johann Mohrbach gewählt.

Die damaligen Vereinspioniere hatten natürlich noch keinen richtigen Sportplatz. Die Spiele wurden in der Nähe des früheren Zollbahnhofes in den Wiesen der „Gewanne Hofland“ ausgetragen. Mit Zustimmung der Gemeindeväter war man bemüht, einen Sportplatz in der „Lehmkaul“ zu errichten. Verantwortungsvolle Mitglieder aber planten weiter und waren sich eines Tages einig, ein noch besser geeignetes Gelände nahe des Altstadter Bahnhofes von dem Bauer Ferdinand Schleppi käuflich zu erwerben und den Kaufpreis aus eigener Tasche aufzubringen. Die ersten Verhandlungen führte damals Wilhelm Schwender. Die Übereignung des Geländes kam auch bald zustande und so konnten die Arbeiten an dem neuen Sportgelände beginnen. In kurzer Zeit entstand eine herrlich gelegene Sportstätte, die von 1920 bis 1960 zum Tummelplatz fußballbegeisterter Altstadter wurde.

Durch einen vorderen Tabellenplatz in der C-Klasse des damaligen Westpfalzkreises und durch Bezirksverschiebungen kamen unsere Vereinspioniere bald in die B-Klasse, in der sie von 1921 bis ins Spieljahr 1927/28 um Meisterschaftsehren kämpften. Dank eines vorderen Tabellenplatzes und einer erneuten Klasseneinteilung stieg unsere Mannschaft in diesem Spieljahr in die A-Klasse auf, was für unser Dorf schon recht beachtlich war.

Durch die Rückgliederung des Saarlandes zum Deutschen Reich kam es zum vorgeschriebenen Zusammenschluss der örtlichen sporttreibenden Vereine. In Altstadt schlossen sich Turnverein und Sportverein zum „Verein für Leibesübungen“ zusammen. Friedrich Naumann war erster Vorsitzender des neuen Vereins, später Eugen Enkler. Die damalige Mitgliederversammlung beschloss, Friedrich Naumann zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen.

Ab 8. Mai 1945 bestand dieser Verein nicht mehr. Turnverein wie Sportverein bildeten wieder ihre eigenen Vereine.

Während des 2. Weltkrieges ruhte fast der ganze Spielbetrieb. Einer durch Gastspieler von Limbach und Kleinottweiler verstärkten Mannschaft gelang im Spieljahr 1941/42 die Meisterschaft der A-Klasse und der Aufstieg in die „Bewährungsliga“. Erneute Einberufungen machten den weiteren Spielbetrieb dann unmöglich. Nach Kriegsende konnte man erstmals wieder an Verbandsspielen einer „Gemischten Klasse“ teilnehmen. In der darauffolgenden Saison spielte unsere Mannschaft infolge der im Saarland neugebildeten Sportkreise in der A-Klasse des Ostsaarkreises, in der man im Spieljahr 1952/53 die Vizemeisterschaft errang. Auch in den Spieljahren 1955/56 und 1957/58 erreichte die Mannschaft leider nur den undankbaren 2. Platz.

Nach einer erneuten Sportkreiseinteilung durch den SFV spielte der SVA in der Saison 1958/60 in der A-Klasse des Blies-Pfalzkreises. In diesem Spieljahr errang dann die 1. Mannschaft endlich die Meisterschaft der A-Klasse und stieg in die 2. Amateurliga Ostsaar auf. Der Verein stand im Meisterschaftsjahr unter der Führung des Vorsitzenden Emil Flick.

In dieser Zeit empfahl der SFV unter Präsident Hermann Neuberger den Vereinen, die vereinseigenen Sportplätze der öffentlichen Hand zu übergeben. Dieser Empfehlung folgte auch unser Verein, zumal sich die Gemeinde verpflichten musste, einen allen Bedürfnissen entsprechenden Sportplatz zu bauen. Nur schweren Herzens konnten sich die Mitglieder des Sportvereins entschließen, den Sportplatz „Am Bahnhof“ an die Gemeinde abzugeben.

So wurde dann der Sportplatz „Auf der Heide“, unterstützt durch Zuschüsse der Sportplanungskommission, mit einer 400-m-Bahn sowie einem Sportheim in den Jahren 1959/60 fertiggestellt.

Somit konnte der Start in die neue Saison in der 2. Amateurliga Ostsaar erfolgen.  Trotz der starken Gegner konnte sich unsere Mannschaft in den folgenden vier Jahren in dieser Spielklasse behaupten. Durch einen neuen Abstiegsmodus, bei dem nicht wie bisher zwei, sondern vier Mannschaften abstiegen, musste der SVA im Spieljahr 1964/65 als Viertletzter den Gang in die tiefere A-Klasse antreten. Hier spielte unsere 1. Mannschaft in den nächsten beiden Spieljahren mit wechselndem Erfolg. Im Spieljahr 1967/68 war unsere Mannschaft so schlecht platziert, dass sie den Gang in die noch tiefere B-Klasse antreten musste. Mit eine Ursache war sicher das Fehlen von Nachwuchs, um die inzwischen älter gewordenen Meistermacher von 1959/60 zu verstärken.

Dieser Nachwuchs, inzwischen von den langjährigen Aktiven Ludwig Germann und Andreas Stelz sowie später von Jugendleiter Rudi Bauer gefördert und mobil gemacht, wurde von Sportkamerad Rudi Rech, ebenfalls ein verdienter Aktiver unseres Vereins, trainiert und nach und nach in die 1. Mannschaft eingebaut.

Im ersten Spieljahr in der B-Klasse konnte die 1. Mannschaft gerade den Klassenerhalt sichern. Freude hingegen bei der 2. Mannschaft, die den Meistertitel der Reservemannschaften erringen konnte.

In der Saison 1969/70 belegte die 1. Mannschaft den 6. Tabellenplatz, die 2. Mannschaft erreichte den 5. Rang. Auch in den nächsten Jahren war diese junge Mannschaft im vorderen Tabellendrittel zu finden.

Im Spieljahr 1973/74 war die 1. Mannschaft nach Abschluss der Vorrunde Herbstmeister, nach Saisonschluss aber errang sie hinter dem SV Reinheim „nur“ den 2. Tabellenplatz, punktgleich mit dem SV Bruchhof. Durch Aufstockung der Spielklassen auf 16 Vereine bestand allerdings die Möglichkeit, durch einen Sieg im Entscheidungsspiel gegen den Tabellenzweiten der B-Klasse Neunkirchen, SV Kirkel, doch noch den Aufstieg zu schaffen. Zuvor musste aber noch der punktgleiche SV Bruchhof im Entscheidungsspiel ausgeschaltet werden. Dies gelang mit einem eindrucksvollen 8:1-Sieg unserer Mannschaft auf dem neutralen Platz der „Union Homburg“. Ebenso wurde dann auch der SV Kirkel auf neutralem Platz in Beeden mit 2:0 geschlagen.

Unbeschreiblich groß war die Freude über den nun doch noch errungenen Aufstieg in die A-Klasse. Ein verdienter Erfolg für die Mannschaft und die Krönung der aufopferungsvollen Arbeit des in dieser Saison letztmals fungierenden Trainers Rudi Rech.

Die von der Vereinsführung angestrebte Sicherung des Klassenerhalts wurde durch einen 12. Tabellenplatz in der neuen Saison 1974/75 erreicht. Verantwortlich für den Spielbetrieb in diesem Jahr waren Spielertrainer Roland Malter und Spielausschussvorsitzender Wolfgang Baus. Für das kommende Spieljahr konnte der frühere Jugendspieler des SVA und Zweitligaspieler des FC 08 Homburg, Jürgen Heberle, als Spielertrainer verpflichtet werden. Die Mannschaft behauptete sich nach Abschluss dieser Saison auf einem beachtlichen vorderen Mittelfeldplatz.

Auch im Spieljahr 1976/77 stand die 1. Mannschaft nach Abschluss der Vorrunde auf Platz 6 der Tabelle, rutschte dann aber nach 17 Spieltagen auf den 10. Tabellenplatz ab.

Nach Abschluss der Saison stand die Mannschaft immer noch auf dem 10. Tabellenplatz mit einem negativen Punktekonto von 28:32 und einem Torverhältnis von 49:46.

Ein wesentlich besseres Ergebnis hatte die 2. Mannschaft aufzuweisen: sie erreichte mit 45:15 Punkten und 78:43 Toren die Vizemeisterschaft.

Für das kommende Spieljahr konnte Jürgen Heberle wieder als Spielertrainer verpflichtet werden, was als gute Ausgangsposition für die neue Saison angesehen wurde. Nicht erfreulich war die Tatsache, dass die ohnehin schon dünne Spielerdecke durch den Weggang der erst kurz vorher in die aktive Mannschaft eingebauten Jugendspieler Mathias Malter und Uwe Grub zu Borussia Neunkirchen noch weiter geschmälert wurde.

Vier Siege, vier Unentschieden und sieben Niederlagen waren die magere Ausbeute der 1. Mannschaft dann in der Vorrunde. Trotzdem konnte man die Vorrunde mit dem besten negativen Punktestand und dem 8. Tabellenplatz abschließen.

Als um die Jahreswende der Spielbetrieb ruhte, war umso mehr Bewegung in der Vorstandschaft: „Schwere Krise beim SVA! Keiner will was mehr machen! Eklat bei Generalversammlung!“ war in den Zeitungen über den Verlauf der Jahreshauptversammlung zu lesen. Diese etwas übertriebene Darstellung der Presse war darauf zurückzuführen, dass Adolf Zöllner nach sechsjähriger Vorstandstätigkeit, davon fünf als 1. Vorsitzender, aus beruflichen Gründen zurück trat, ebenso wie der Spielausschussvorsitzende Peter Michel, Schriftführer Ralf Berberich und Kassierer Wilfried Drumm. Eine notgeborene Vorstandschaft scheiterte an der Besetzung des Kassiererpostens. Vor seinem Rücktritt schlug Adolf Zöllner noch vor, das Amt des Ehrenvorsitzenden, das seit dem Tode des Vereinsförderers Friedrich Naumann unbesetzt blieb, neu zu besetzen. Für dieses Amt wurde ein Mann vorgeschlagen, der sich in den zurückliegenden Jahren in außerordentlicher Weise Verdienste um den Verein erworben hatte, nämlich Altbürgermeister Hugo Strobel.

Hugo Strobel war es dann auch, der die ersten Schritte unternehmen musste, um die momentan missliche Lage des Vereins zu ändern. Mit großem Engagement arrangierte er in der Folgezeit Zusammenkünfte und Gespräche mit profilierten Vereinskameraden, um wieder eine kompetente Vereinsführung zusammenzustellen, die er in der neuen Generalversammlung am 29. Januar 1978 präsentieren konnte.

„Krise überwunden! – Geschicke des SVA in festen Händen!“ – so die Presseberichte über den unerwartet guten Ausgang der Neuwahlen an diesem 29. Januar.

1. Vorsitzender wurde Wolfgang Baus, gefolgt von so erfahrenen Vereinskennern wie der 2. Vorsitzende Harry Strobel, Schriftführer Manfred Becker, Kassierer Wilfried Drumm und Jugendleiter Georg Jung.

Der Spielausschuss wurde mit Rudi Rech und Gerd Blatter erstmals mit zwei Mann besetzt, Betreuer der 2. Mannschaft wurde Peter Michel. Mit den Beisitzern K. H. Strobel und Karl Pfleger schloss sich der Kreis der neuen Vorstandschaft, der man etliche Jahre Erfahrung bescheinigen konnte und mit der man bedenkenlos einer sorgenfreien Zukunft im Verein entgegensehen konnte.

Nicht so erfolgreich lief es bei den Aktiven, wo die 1. Mannschaft die noch laufende Spielrunde mit dem 11. Tabellenplatz abschließen konnte. Bei dem äußerst begrenzten Spielerreservoir war es für die 1. Mannschaft ohnehin keine leichte Aufgabe, sich in dieser spielstarken A-Klasse Ostsaar zu behaupten.

Nach dem Weggang von Trainer Jürgen Heberle konnte kein neuer Spielertrainer gefunden werden. So bemühte man sich wieder um Sportkamerad Rudi Rech als Trainer, der den Verein früher zu Meisterehren geführt hatte. Bedingt durch Verletzungspech, Spielerabgänge sowie Mangel an Nachwuchs konnte auch Trainer Rudi Rech den Abstieg aus der A-Klasse nicht verhindern. Mit Ablauf der Saison verließen dann auch mit Horst Maas, K. H. Mathis und Stephan Bach drei weitere Spieler den SVA. Auch erklärte der amtierende 1. Vorsitzende Wolfgang Baus seinen Rücktritt aus dem Vereinsgeschehen. Nach ausführlichen Aussprachen war dann der 2. Vorsitzende Harry Strobel bereit, das Amt des 1. Vorsitzenden bis zur Generalversammlung im Januar 1980 kommissarisch weiterzuführen.

Trotz all dieser Geschehnisse starteten die Aktiven im August 1979 in die Vorrunde der Saison 1979/80, allerdings in der tieferen Spielklasse der Kreisliga A Höcherberg. Die Neuzugänge Detlef Nitsch und Josef Rebmann, sowie der zurückgekehrte K. H. Lauer schlossen lediglich die durch die Spielerabgänge entstandene Lücke. Die beiden bisherigen A-Jugendspieler Roland Ruth und Uwe Heil waren die geringe Auslese, die aus der Jugend in den aktiven Kader übernommen werden konnte.

Die Saison in der neuen Spielklasse verlief sehr verheißungsvoll in dieser Phase der Neuorientierung. Am Ende der Vorrunde behauptete die 1. Mannschaft mit 18:12 Punkten den 5. Tabellenplatz. Herrschte im Spielbetrieb eitler Sonnenschein, zogen in der Jahreshauptversammlung am 13. Januar 1980 dunkle Wolken an den Vereinshimmel: Harry Strobel, Manfred Becker und Wilfried Drumm stellten ihr Amt zur Verfügung. Selbst Appelle des Ehrenvorsitzenden Hugo Strobel, sich an die Vereinstradition zu besinnen, brachten nicht den gewünschten Erfolg. Wahlleiter Norbert Seiler musste die Versammlung ergebnislos schließen und 14 Tage später, am 27. Januar 1980 neu ansetzen.

In der Zwischenzeit arrangierte Wahlleiter Norbert Seiler etliche Zusammenkünfte und konnte am 27. Januar der Versammlung eine neuformierte Vorstandschaft präsentieren: 1. Vorsitzender Ralf Berberich, 2. Vorsitzender Rolf Schehlmann, Schriftführer Paul Georg, Kassierer und Jugendleiter Georg Jung, Spielausschuss Rudi Rech und Heini Schott, Beisitzer K. O. Rech, Dieter Schmidt sowie Otto J. Strauch.

Diese Vorstandschaft wurde mit überwältigender Mehrheit bestätigt, womit auch die Krise des SVA wieder überwunden war.

Auch für die Aktiven war die Rückrunde sehr erfolgreich, konnten die Schützlinge von Trainer Rudi Rech doch mit 42:18 Punkten und einem Torverhältnis von 79:38 die Vizemeisterschaft feiern. Mit diesem Erfolg beendete Trainer Rudi Rech seine Trainertätigkeit. Sein Nachfolger wurde der bisher beim TSC Blieskastel spielende Manfred Roth, der als Spielertrainer verpflichtet werden konnte. Zur Erweiterung des Spielerkaders waren auch einige Neuzugänge zu verzeichnen und mit Thomas Zöllner und Thomas Mayer standen zwei hoffnungsvolle Nachwuchsspieler zur Verfügung.

In den folgenden Jahren spielten die Aktiven mit mehr oder weniger großem Erfolg in der Kreisliga A Höcherberg.

Ein Höhepunkt anderer Art bahnte sich dann 1981 an: Das bisherige Sportheim war den Anforderungen nicht mehr gewachsen und der Verein entschloss sich, im Einvernehmen mit der Gemeinde, das Gebäude zu renovieren. Wegen der hohen Renovierungskosten empfahl das Kreisbauamt jedoch den Bau eines neuen Sportheims. Im Frühjahr 1981 sprach sich dann auch der Gemeinderat für einen Neubau aus. Mitte 1982 wurde schließlich die vorläufige Baugenehmigung für den Plan des Altstadter Architekten Kurt Busch erteilt, so dass dem Baubeginn im August 1982 nichts mehr im Wege stand. Fast alle Bauarbeiten wurden von den Mitgliedern in Eigenleistung verrichtet. Nach 16-monatiger Bauzeit waren die Räumlichkeiten fertiggestellt und konnten in einer offiziellen Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben werden.

Trotz dieser großartigen Leistung der Mitglieder und Vorstandschaft kriselte es dann wieder im Verein, als die Vorstandschaft um Ralf Berberich im Januar 1985 nicht mehr weiter kandidierte. Mit Mühe konnte eine neue Vorstandschaft gefunden werden, deren Vorsitz Klaus Paes innehatte, Stellvertreter wurde Otto John Strauch, Kassierer Rainer Strauch, Schriftführer Horst Malter, Jugendleiter Harald Pfeiffer, Spielausschuss Dieter Malter und Ralf Berberich, Beisitzer Karl-Otto Rech, Heini Schott, Dieter Schmidt und Harald Zimmer. Diese Vorstandschaft blieb allerdings nicht lange im Amt, denn schon im Sommer musste der vom Amtsgericht kommissarisch zum Vorstand bestellte Ortsvorsteher Alfons Welter eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um einer Vereinsauflösung zuvorzukommen.

Mit Peter Michel als 1. Vorsitzender, Georg Jung als Stellvertreter, Kassierer Konrad Müller, Schriftführer Werner Günther, Jugendleiter Harald Pfeiffer, Spielausschuss Werner Schmidt und Dieter Malter, Beisitzer Horst Hetzel, Roland Malter, Horst Malter und Heinz Bähr konnte dann die Krise und Auflösung des Vereins abgewendet werden. Auch sportlich konnte ein Erfolg gefeiert werden: die 2. Mannschaft errang mit 50:6 Punkten und 101:30 Toren die Meisterschaft, wogegen die 1. Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel nicht herauskam.

In der Generalversammlung im Januar 1987 konnte Peter Michel feststellen, dass die Vereinskrise von 1985 überstanden ist und die Vorstandschaft alles im Griff hat. Die anschließenden Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Peter Michel, 2. Vorsitzender Georg Jung, Schriftführer Werner Günther, Kassierer Konrad Müller, Jugendleiter Uwe Heil, Spielausschuss Werner Schmidt und Dieter Heil, Beisitzer Horst Hetzel, Roland Malter, Michael Rußhardt sowie Manfred Becker als Pressewart.

So gut wie in der Führungsebene des Vereins lief es im aktiven Spielbetrieb nicht. In der Saison 1987/88 wurde die 1. Mannschaft mit 8:46 Punkten Letzter der Kreisliga A und stand als Absteiger fest.

Aber auch hier hatte der Verein Glück im Unglück: da aus der höheren Bezirksliga keine Mannschaft in die Kreisliga A Höcherberg abstieg, hatte die 1. Mannschaft eine letzte Chance, den drohenden Abstieg in einem Entscheidungsspiel gegen den Tabellenzweiten der Kreisliga B Bexbach, den SV Heinitz, abzuwenden. Dieses Entscheidungsspiel wurde auf neutralem Platz in Oberbexbach ausgetragen und in einer dramatischen Begegnung mit 2:1 nach der Verlängerung gewonnen. Nach dieser Saison stellte Trainer Jürgen Heberle sein Traineramt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung.

Für die neue Saison 1988/89 wurde mit Klaus Pütz ein neuer Trainer verpflichtet, dessen Amt dann auch sogleich Früchte trug: Mitte der Vorrunde hatte die 1. Mannschaft einen gesicherten Mittelfeldplatz. Leider konnte die Mannschaft diese Leistung nicht über die gesamte Spielrunde halten und beendete die Saison dann mit dem 14. Tabellenplatz mit 23:37 Punkten und 34:58 Toren. Die zweite Mannschaft machte es der ersten wieder einmal vor und belegte den 1. Tabellenplatz mit 47:13 Punkten und 99:37 Toren, allerdings punktgleich mit der Spvgg. Hangard. Im notwendigen Entscheidungsspiel, das in Jägersburg ausgetragen wurde, unterlag unsere Reserve mit 1:2.

In der im Januar 1989 einberufenen Generalversammlung des Vereins, die außergewöhnlich zügig über die Bühne ging, gab es gegenüber der früheren Vereinsführung keine Änderungen: 1. Vorsitzender blieb Peter Michel, Stellvertreter wurde Michael Rußhardt, Schriftführer und Pressewart Stephan Bach, Kassierer Lydia Günther, Spielausschuss Karl-Otto Rech und Werner Günther, Beisitzer Horst Hetzel, Roland Malter und Manfred Becker, AH-Betreuer Dieter Küsel.

Nach dem Weggang von Trainer Klaus Pütz, den Spielern Thomas Schmadtke, André Denne und Uwe Heil fand der Verein für die Saison keinen neuen Trainer, der auch in den finanziellen Rahmen des Vereins passte. Daher griff man zu einem in Altstadt bewährten Mittel und stellte den Trainer der Aktiven aus den Reihen der Mannschaft: Stephan Bach wurde für die neue Spielrunde 1989/90 das Amt des Spielertrainers übertragen. Der Saisonstart begann wie schon lange nicht mehr. Die Mannschaft konnte sich eine Weile im obersten Tabellendrittel halten, rutschte aber wieder in das gewohnte untere Tabellendrittel und schloss die Saison mit Platz 12, 23:37 Punkten und 44:71 Toren ab, die 2. Mannschaft war diesmal auch nicht so erfolgreich wie das Jahr zuvor und erreichte mit 30:30 Punkten und 63:64 Toren den 10. Tabellenplatz.

Da die erste Garnitur zum Saisonende 89/90 zeitweise um den Klassenerhalt bangen musste, sollte in der Saison 90/91 von Anfang an das Abstiegsgespenst gebannt werden. Aus diesem Grund hatte sich der SV in der Abwehr, dem anfälligsten Mannschaftsteil, durch Thomas Hornung, Michael Wönkhaus und dem wieder heimgekehrten Uwe Heil verstärkt. Mit gestärktem Selbstbewusstsein ging es in die neue Runde. Doch gleich im 1. Spiel erlitten wir in Ludwigsthal mit 5:0 Schiffbruch. Von diesem Fehlstart ließ sich die Mannschaft nicht die Moral nehmen, punktete in den folgenden Spielen teilweise überraschend und kämpfte sich bis auf den 7. Platz vor. Die Saison wurde mit 29:31 Punkten und 58:47 Toren als Tabellenachter abgeschlossen.

Wurde die Vorrunde der Spielzeit 91/92 noch ausgeglichen gestaltet, kam mit Beginn der Rückrunde der Einbruch. Fünf Spiele wurden in Serie verloren. Ergebnis eines miserablen Trainingsbesuchs und Querelen innerhalb der Mannschaft. Daraus resultierte auch, dass Trainer Stephan Bach sein Amt zur Verfügung stellte. Horst Hetzel fungierte als Interimstrainer und es konnten noch die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte eingefahren werden. Mit 23:37 Punkten und 39:59 Toren belegte man den 12. Tabellenplatz.

Die enttäuschenden Platzierungen der letzten Jahre und der geringe Trainingsbesuch veranlassten Thomas Schmittberger, den SVA in Richtung Borussia Neunkirchen zu verlassen. Ralf Wack wechselte zu Reiskirchen und Steffen Jung beendete seine Fußballlaufbahn. Somit standen 3 Leistungsträger nicht mehr zur Verfügung. Durch weitere Abgänge reduzierte sich die ohnehin dünne Spielerdecke zusehends.

Für Georg Rech, der als neuer Trainer verpflichtet wurde, keine beneidenswerte Aufgabe. Er versuchte mit großem Engagement und viel Einfühlungsvermögen, die richtige Mannschaft sonntags aufs Feld zu schicken. Dieses Vorhaben wurde durch Verletzungspech der wenigen verbliebenen Stammspieler schon im Vorfeld zunichte gemacht. Oftmals musste gezaubert werden, um überhaupt eine Mannschaft zu stellen. Dass diese dezimierte Truppe zu keinerlei Höhenflügen ansetzen würde, war jedem objektiven Beobachter klar. Obwohl in der Rückrunde 92/93 noch 11 Punkte erkämpft wurden, musste man der schlechten Vorrunde Tribut zollen und als Tabellenfünfzehnter, gemeinsam mit Frankenholz, in die Kreisklasse B Höcherberg absteigen.

Da in dieser Saison der Rasenplatz erneuert wurde, fanden die Spiele auf dem Hartplatz hinter der Hugo-Strobel-Halle statt.

Durch den Abstieg in die unterste Klasse konnte auch Volker Jung nicht gehalten werden. Er folgte seinem früheren Mannschaftskameraden Schmittberger nach Neunkirchen.

Unter enormem Zeitaufwand und großem Verhandlungsgeschick gelang es dem Trainer und den Verantwortlichen des Sportvereins, mit Stefan Schleppi, Ralf Wack, Hakki Emre, Mustafa Durmus, Thorsten Bühl, Stefan Sopp und Sascha Eich sieben neue Spieler für das Spieljahr 93/94 zu verpflichten. Mit der neu geformten Mannschaft strebte man den sofortigen Wiederaufstieg an.

Nach einem klassischen Fehlstart wurden mehrere Spiele gewonnen. Die Mannschaft fand sich auf Platz 3, mit Kontakt zur Spitze wieder. Im entscheidenden Spiel in Steinbach versagte die Mannschaft kläglich und rutschte in der Tabelle ins Mittelfeld ab. Mit 32:24 Punkten und 85:37 Toren wurde die Runde auf dem 7. Tabellenplatz beendet. Die Enttäuschung darüber, dass nur ein Mittelfeldplatz erreicht wurde, war für Georg Rech Grund genug, sein Amt als Trainer zur Verfügung zu stellen. Es galt nun, einen geeigneten Nachfolger zu finden.

Aufmerksame Beobachter der Spiele erkannten, dass diese Mannschaft mehr war als nur Mittelmaß. Ein solch aufmerksamer Zuschauer war Jürgen Heberle. Er erklärte sich dann auch bereit, zum wiederholten Male das Traineramt auszufüllen.

Zudem konnten mit Andreas Eder, Jörg Kohl, dem reaktivierten Karl-Heinz Mathis und dem zurückgekehrten Volker Jung 4 Spieler verpflichtet werden, die sich in der Saison 94/95 schnell als Stammspieler auszeichneten. Im Jubiläumsjahr sollte mit dieser neu formierten Truppe die Meisterschaft errungen werden. Nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft ein durchaus realistisches Vorhaben. Die Tatsache, dass gegen den Mitfavoriten DJK Münchwies zwei Mal verloren wurde, besiegelte die Meisterschaftsträume und man beendete die Runde als Vizemeister mit 49:11 Punkten und 136:27 Toren.

Das zweite Trainerjahr von Jürgen Heberle verlief weitaus ungünstiger. Vor der Runde verließen Sadik Hussein und Patrick Paes unseren Verein, was durch die Zugänge von Markus Löw und Sylvio Klein ausgeglichen werden konnte.

Die Vorrunde schloss man mit dem 3. Tabellenplatz mit nur 2 Punkten Rückstand auf den Ersten ab. Nach der Winterpause folgte eine Serie mit 3 Niederlagen in vier Spielen, was schließlich in einem enttäuschenden 5. Tabellenplatz mit 107:40 Toren endete.

Frühzeitig gab Trainer Heberle bekannt, dass er sein Traineramt zur Verfügung stellen würde. Keine leichte Aufgabe für die im Januar 1996 um Christoph Welter neu formierte Vorstandschaft. Peter Michel und viele seiner Vorstandskollegen hatten nach über 10 Jahren ihre Ämter zur Verfügung gestellt. Die Geschicke des Vereins wurden somit in jüngere Hände übergeben. Karl-Otto Rech, Karl-Ludwig Imbsweiler, Dieter Schmidt und Hans-Joachim Riedinger waren bereit, ihre Ämter weiter zu führen. In einer sehr harmonischen Mitgliederversammlung vollzog sich der Generationswechsel in der Vorstandschaft. Die neue Vorstandschaft setzte sich zusammen aus: Christoph Welter (Vorstand), Karl-Otto Rech (Stellvertreter), Michael Adler (Kassierer), Thomas Fell und Michael Hund (Spielausschuss), Karl-Ludwig Imbsweiler (Jugendleiter), den Beisitzern Dieter Schmidt, Thomas Hornung, Volker Malter, Stefan Schleppi und Volker Jung als Pressewart.

Mit neuem Schwung wurde die Vorstandsarbeit aufgenommen. Innerhalb kürzester Zeit war es möglich, über 20 verschiedene Werbepartner für Bandenwerbung am Sportplatz zu gewinnen. Als Nachfolger für Jürgen Heberle wurde mit Stefan Holzhauser ein Spielertrainer verpflichtet. Neben Mustafa Durmus und Sylvio Klein, die in der vergangenen Saison zu der Stammelf gehörten, verließen weitere vier Spieler unseren Verein. Mit den Verstärkungen Dietmar Pitz als Torwart (ASV Kleinottweiler) und Martin Breinesel von DJK Erbach als Libero, versuchte Stefan Holzhauser den hochgesteckten Zielen der neuen Vorstandschaft gerecht zu werden.

Die Mannschaft konnte die hohen Erwartungen erfüllen. Die 2. Herbstmeisterschaft in der 4. Saison der Kreisliga B Bexbach wurde in Altstadt gefeiert. In der Winterpause stießen mit Sebastian Giemsa (TuS Wiebelskirchen) und Rüstem Hussein (SpVgg. Einöd) zwei weitere Spieler zum Kader der 1. Mannschaft. Zum zweiten Mal war es in der Saison gelungen, einen ehemaligen Jugendspieler des SVA von einer höherklassigen Mannschaft zum Verein zurückzuholen. Rüstem Hussein stand erst im April für die 1. Mannschaft zur Verfügung, gerade noch rechtzeitig, um in seinem 1. Spiel für Altstadt beim Tabellendritten DJK Bexbach das wichtige Ausgleichstor zu erzielen. Es sollte ein dramatisches und nervenaufreibendes Saisonfinale folgen.

Nach der sensationellen Niederlage von Elversberg 2 gegen Kleinottweiler 2 waren wir wieder Erster. Es mussten „nur noch zwei Spiele“ gewonnen werden und die Meisterschaft wäre nach 30 Jahren wieder einmal in Altstadt. Es kam aber ganz anders. In einem dramatischen Spiel gegen TuS Steinbach 2 wurde erst in der 91. und 95. Minute ein 1:3 Rückstand wettgemacht und mit einem Sieg im letzten Spiel ein Entscheidungsspiel gegen SV Elversberg 2 erzwungen.

Am Pfingstsonntag fand vor großer Kulisse auf dem Sportplatz Lakaienschäferei das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen eine wiederum mit Oberligaspielern verstärkte Mannschaft aus Elversberg statt. Unsere Elf erspielte sich leichte Vorteile und Uwe Pitz und Rüstem Hussein erzielten die Treffer zur 2:0 Halbzeitführung. Rüstem Hussein gelang gleich nach der Pause sogar das 3:0, so dass keiner mehr an eine Niederlage dachte. Durch verletzungsbedingte und taktische Auswechselungen geschwächt ließ unsere Mannschaft zwei Gegentreffer zu. Es folgten für viele die längsten 20 Minuten in der Vereinsgeschichte. Mit Glück und Geschick wurde der Vorsprung über die Zeit gerettet. Die Meisterschaft mit sensationellen 179 erzielten Toren bei nur 39 Gegentreffern und der damit verbundene Aufstieg in die Kreisliga A waren perfekt.

Ohne große Veränderungen wurde die höhere Klasse mit Spielertrainer Holzhauser in Angriff genommen. Mit Jörg Gerber (Palatia Limbach), Robert Roos (SV Schwarzenbach) und Waldemar Schreiner, der bereits als A-Jugendspieler mehrfach in der Aufstiegsmannschaft spielte, konnte man sich sogar verstärken. Die sehr gute Jugendarbeit von Karl-Ludwig Imbsweiler und seinen Mitstreitern begann sich auszuzahlen. Es war wieder möglich, auf eigene Jugendspieler zurückzugreifen.

Im ersten Jahr nach dem Wiederaufstieg in der Saison 1997/98 in der A-Klasse erreichte unsere 1. Mannschaft unter Stefan Holzhauser einen beachtlichen 7. Tabellenplatz mit insgesamt 34 Punkten und 45:50 Toren. Trotz des zufriedenstellenden Abschneidens wurde die Aufstiegseuphorie nicht genutzt und es bestand Handlungsbedarf.

Für die Spielzeit 98/99 gelang mit der Verpflichtung von Thomas Schmittberger (SV St. Ingbert) als Spielertrainer eine weitere Ehemaligen-Rückholaktion. Schmittberger löste den scheidenden Stefan Holzhauser (DJK Bexbach) ab. Als weiteren Abgang verzeichnete man Sebastian Giemsa (FV Oberbexbach).

Dem gegenüber standen 10 Neuzugänge: Karl-Heinz Heib (TuS Lappentascherhof), Thorsten Bühl (SV Alschbach – vormals Altstadt), Thorsten Schmitt (Bor. Neunkirchen), Hilmar Gutmann (SSV Wellesweiler), Nico Becker (TuS Mainzweiler), Jürgen Koch und Dirk Riehm (TC Bechhofen), Christian Mayer (Palatia Limbach), Sahin Vakkas (Türk. Gücü Homburg) und Luka Kist (SV St. Ingbert).

Die Saison begann phänomenal. Drei Spiele – drei Siege, ungeschlagen zur Kerb an der Tabellenspitze, das Wort „Kerwemeister“ machte die Runde. Groß war jedoch die Ernüchterung, als man feststellen musste, dass durch einen Formfehler bei den Wechselbestimmungen die Punkte abgezogen wurden. Die Euphorie war verflogen, der Alltag kehrte zurück. Trotz der Enttäuschung gelang es Thomas Schmittberger, eine gute Mannschaft zu formen. Mit Vasilie Schreiner, Christian Wolf und Valentin Michel wurden immer wieder A-Jugendspieler  eingebaut,  um diese behutsam an den Aktiven-Bereich heranzuführen. Letztendlich sprangen 41 Punkte und 46:36 Tore heraus. Trotz der 9 abgezogenen Punkte am Saisonende belegte unsere Elf immer noch den 9. Tabellenplatz.

Vorstand Christoph Welter stellte im Januar aus beruflichen Gründen seinen 1. Vorsitz zur Verfügung. Im Januar 1999 wurde Thomas Fell, der dem Verein auch im Jubiläumsjahr 2000 vorstand, von der Mitgliederversammlung zum neuen Vorstand gewählt.

Verstärkt mit Alexander Metz (TuS Lappentascherhof), Sascha Schütz (SC Ludwigsthal), Markus Fuchs (TuS Niederlinxweiler) und den A-Jugendlichen Dirk Schwarz, Vasilie Schreiner und Christian Wolf begann das zweite Trainerjahr von Thomas Schmittberger. Dagegen standen die Abgänge von Ralf Wack (SV Kirkel), Christian Mayer (Palatia Limbach) und Ralf Kohl (SV Dunzweiler). Mit sehr guten 54 Punkten und dem 6. Tabellenplatz verlief die Saison erfolgreich, bedenkt man, dass sehr viele „ältere“ Spieler sich vom Aktiven-Bereich zurückgezogen haben.

Leider verließen nach der Runde mit Rüstem Hussein (FSV Jägersburg), Markus Fuchs (TuS Fürth) und Hilmar Guthmann (TuS Wiebelskirchen ) drei Spieler aus dem Kader der 1. Mannschaft den Verein. Auch in der 2. Mannschaft war der Aderlass groß. Mit Gunther Sagberger (SG Erbach), Dirk Riehm und Jürgen Koch (beide FC Homburg 2) und Thorsten Bühl musste man auch auf Stammspieler der 2. Mannschaft verzichten, so dass 7 wichtige Spieler den Verein verließen. Als Neuzugang konnte lediglich Barteck Kajrys von der DJK Ballweiler verpflichtet werden. Dazu stießen Johann Braun, Valentin Michel, Eugen Schäfer und Waldemar Sessler aus der eigenen Jugend zum Aktivenkader. Aufgrund der personell starken Abgänge und der Auffrischung des Kaders mit jungen unerfahrenen Spielern, waren die Erwartungen für diese Saison nicht all zu hoch gesteckt. Doch nach sensationellen Spielen überwinterte die 1. Mannschaft auf Platz drei mit nur vier Punkten Rückstand. Auch in der Vorstandschaft gab es einen Wechsel. Nach zwei Jahren Amtszeit übergab Thomas Fell das Ruder an Horst Hetzel, der bis heute den Verein führt.

Was in der Rückrunde folgte, hatte keiner für möglich gehalten. Es begann schon mit dem sensationellen Turniersieg im Hallenmasterqualifikationsturnier in Bexbach gegen die Oberligamannschaft des FC Homburg nach dramatischer Verlängerung. In tollen Spielen wurden auch im Freien alle Konkurrenten aus dem Weg geräumt. Unsere junge 1. Mannschaft wurde bereits einen Spieltag vor Schluss in Niederbexbach Meister der Kreisliga A Höcherberg, was natürlich gebührlich und ausgiebig gefeiert wurde. Nach über 20 Jahren spielte der SV Altstadt wieder in der Bezirksliga Ostsaar. Somit konnten in der Saison 2000/2001 gleich zwei Meisterschaften gefeiert werden, da die A-Jugend ebenfalls Gruppensieger wurde.

Leider wechselten im Sommer 2001 unsere beiden Torjäger Alexander Metz (SV Reiskirchen) und Barteck Kajrys (FSV Jägersburg). Als Neuzugänge wurden Luka Kist (Vfl Osnabrück Amateure), Seddik Kuida (FC Palatia Limbach) und Alexander Pracht (SV Brücken) in die Mannschaft integriert, die mit den aus der A-Jugend hinzugekommen Spielern Dennis Reinhard und Daniel Bühl ergänzt wurde. Eine schwere Aufgabe stand vor unserer Mannschaft.

Nach einem guten Rundenbeginn musste man bald erkennen, dass die unerfahrene junge Truppe der neuen Liga nicht gewachsen war und viel Lehrgeld bezahlte, was in dem vorletzten Tabellenplatz vor der Winterpause zum Ausdruck kam. Auch die Verpflichtung von Markus Müller (SV Reiskirchen) für die Rückrunde konnte leider nicht den erhofften Klassenerhalt sichern. Es folgte der bittere Wiederabstieg in die Kreisliga A Höcherberg, nach einer Saison der verpassten Chancen. Die Mannschaft konnte nur zeitweise ihr volles Potential ausschöpfen und scheiterte letztendlich an der eigenen Unerfahrenheit. Dazu kam eine gewisse Portion Pech, dass die erreichten 29 Punkte nicht wie in der Vergangenheit zum Klassenerhalt reichten.

Der personelle Aderlass nach dem direkten Wiederabstieg war erneut groß. Mit Dietmar Pitz, Uwe Pitz und Christian Wolf verließen gleich drei Spieler den Verein in Richtung Spvvg. Einöd. Markus Müller wechselte zum SV Rohrbach, Sascha Schütz zum SC Ludwigsthal und Torhüter Daniel Bühl stand nach beruflichem Wohnortwechsel nur sporadisch zur Verfügung. Man musste in die neue Runde 2002/2003 ohne gelernten Torhüter starten! Zum Glück konnte nach nur zwei Spielen mit Andreas Linn ein neuer Stammtorhüter gefunden werden, aber es folgte eine Saison des Neuaufbaus, was letztlich nach einer tollen Rückrunde mit dem 3. Tabellenplatz belohnt wurde.

Das Ziel für die neue Saison 2003/2004 war ebenfalls vorn mitzuspielen, zumal keine wesentlichen Abgänge (Dirk Schwarz, David Baruti und Martin Breinesel, alle SV Kirkel) zu verzeichnen waren und mit Mustafa Durmus von der SG Erbach ein ehemaliger Altstadter Spieler wieder zur 1. Mannschaft gestoßen ist. Mehr als der 5. Platz sprang am Ende aber nicht heraus.

Für die Saison 2004/2005 Sommer 2004 konnten Mehmet Kastriot und Ekrem Soul verpflichtet werden. Torjäger Alexander Metz wechselte zum SV Beeden. Nach gutem Rundenstart fiel die Mannschaft ins Mittelfeld zurück, konnte aber in der Rück-runde, verstärkt durch Rückkehrer Barteck Kajrys (SG Erbach) den 5.Tabellenplatz erreichen.

In der neuen Saison 2005/2006 kommt mit Christian Wolf (Spvvg. Einöd) ein weiterer Spieler der Meistermannschaft 2001 zurück, was alle auf eine gute Zukunft hoffen lässt. Die Meistermannschaft 2001 ist immer noch in wesentlichen Teilen zusammen und hat mit Spielertrainer Schmittberger, der ins 8. Trainerjahr geht, genügend Erfahrung, um erfolgreich die zukünftigen Aufgaben zu bestehen. Zahlreiche Jugendspieler wurden in den letzten Jahren immer wieder in den Kader der Aktiven eingebaut, eine Leistung, die man Thomas Schmittberger hoch anrechnen muss. Dadurch war es möglich, die Früchte der hervorragenden Jugendarbeit von Karl-Ludwig Imbsweiler, der sein Amt 2001 an Stephan Bach übergab, einzufahren.

Nur mit einer unermüdlichen Jugendarbeit können Vereine in Zukunft weiter existieren. Ohne ständiges Werben für den Fußballsport wird, bedingt durch die demographische Entwicklung, ein Sterben zahlreicher Fußballvereine in den nächsten Jahren auf uns zukommen. Spielten im Jubiläumsjahr 2000 noch über 100 Jugendliche in Altstadt Fußball, so sind es in diesem Jahr immerhin noch über 50 Altstadter Kinder, die mit Gastspielern aus Kirkel und Niederbexbach 5 eigenständige Jugendmannschaften bilden. Sportlich lief es in der Jugendabteilung ebenfalls sehr gut. Es konnte eine Gruppenmeisterschaft der A-Jugend gefeiert werden und die C-Jugend ist in die zweithöchste Spielklasse des Saarländischen Fußballverbandes aufgestiegen.

Mit der Gründung der Sparte Radfahren in der Mitgliederversammlung im Januar 2004 versuchte der SV Altstadt, dem allgemeinen Trend sinkender Mitgliederzahlen entgegenzuwirken. Die jüngste Abteilung des Vereins soll für diejenigen eine Perspektive im Verein sein, die nicht mehr Fußball spielen können oder wollen. Bereits im ersten Jahr wurden neben etlichen Trainingskilometern, auch viele Touren organisiert und somit das Vereinsleben bereichert. Bis zu 30 aktive Radfahrer nehmen regelmäßig an den einzelnen Fahrten teil, was auf eine rasche und gute Entwicklung der Abteilung hindeutet. Ein besonderer Dank auch an die zwei Sportfreunde des SV Altstadt, die im vergangenen Sommer für einen guten Zweck mit dem Fahrrad von Altstadt nach Barcelona fuhren!

Nicht nur sportlich, sondern auch baulich wurde vieles in den letzten fünf Jahren bewegt. Die Errichtung der Terrasse, die grundlegende Renovierung des Lokals, das neue Pflaster und der neue Anstrich machen unser Sportheim zu einem Aushängeschild des Vereins. Natürlich wurden die Sportanlagen nicht vergessen. Neben dem jährlichen Auslegen von Rollrasen wurde ein Fangnetz errichtet und Wechselkabinen für Trainer, Betreuer und Auswechselspieler aufgestellt. Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung durchgeführt, womit an dieser Stelle noch einmal allen ehrenamtlichen Helfern, ohne die heute kein Vereinsleben mehr möglich ist, herzlich gedankt wird.